Solidarische Landwirtschaft

Aus Konsumenten werden Mitbauern

In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Weichen für die Landwirtschaft gestellt, mit deren Folgen wir heute ringen: verdichtete Böden, die ihre Fruchtbarkeit nur erhalten, wenn sie intensiv chemisch-synthetisch gedüngt werden; ausgeräumte Landschaften, die keinen Lebens- sondern nurmehr ein Wirtschaftsraum sind; Tierhaltung, die ihren Namen nicht mehr verdient.

Der Landwirt wurde dabei zum Agrarökonom degradiert, der wirtschaftlich nur dann überleben kann, wenn er mehr und immer mehr produziert, ohne Rücksicht auf die Lebewesen, mit denen er umgeht, und in dem Dilemma gefangen,  entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Gerade im ökologischen Landbau spitzt sich dieses Dilemma oft zu.

Wie kann eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft erhalten bleiben, die die Natur- und Kulturlandschaft pflegt? Eine Landwirtschaft, die Kindern und Erwachsenen Erfahrungsräume ermöglicht, in denen das Leben und die Lebensfreude mit dem verbunden sind, was lebensnotwendig ist?

Eine relativ neue Antwort auf diese Frage heißt: „Solidarische Landwirtschaft“ oder auch „Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft“ (im englischsprachigen Raum „CSA = community supported agriculture“).

In der Solidarischen Landwirtschaft schließen sich Bauern und Konsumenten so zusammen, dass beide Teile das Beste aus dieser Partnerschaft gewinnen können. Der Landwirt als Erzeuger der Produkte erhält einen Preis für seine Erzeugnisse, von dem er wirklich leben kann und weiß, für wen er produziert.
Die Konsumenten erhalten regelmäßig frisches biologisch angebautes Obst, Gemüse, Getreide und in manchen Fällen auch biologisch erzeugte Fleisch- und Milchprodukte – zum Selbstkostenpreis und von einem Hof, den sie kennen und schätzen, an dessen Bewirtschaftung sie teilnehmen können.

Einen guten Eindruck zum Konzept der Solawi vermittelt der folgende Film einer Solawi aus Freiburg, der „Gartencoop“. Der Film heißt „Die Strategie der krummen Gurken“ 🙂

 

Für weiterführende Informationen schaut euch am besten auf den Internetseiten um, die wir unter Links zusammengetragen haben.