Projekt Gut Wegscheid

Herzlich willkommen

Gut Wegscheid: Die Anfänge

2012 war für mich ein Jahr des Wunders. Ich wurde – durch ein Wunder – in die Lage versetzt, Gut Wegscheid zu erwerben. Es fand sich – durch ein Wunder – eine lustige, kraftvolle, lebendige Gruppe zusammen, die mit mir innerhalb von ein paar Monaten die Grundlage schuf, eine Solawi an Wegscheid auf die Beine zu stellen.

Es fand sich ein Landwirt. Die Solawi begann. Die erste Ernte wurde verteilt. Im Ausgaberaum türmte sich frisches Gemüse, liebevoll arrangiert, es gab Kaffee und Kuchen, es wurde gequatscht, gelacht, zusammen angepackt und entschieden. Jede Ausgabe war ein Fest. Man kam gar nicht mehr runter vom Hof, weil immer wieder jemand auftauchte, mit dem ein neues Gespräch entstand. Die Backstube war in Betrieb und produzierte jede Woche Brot für alle, frisch, knusprig, und wenn man die Auffahrt hochkam, duftete es schon von unten nach Brot.

Diese ersten Monate werde ich nie vergessen. Sie gehören zum Schönsten, was ich je erlebt habe, und ich weiß aus vielen Gesprächen, dass es nicht nur mir so ging. Ich freue mich schon darauf, wenn genau dieser Spirit wieder auf Wegscheid einzieht und bin bereit, alles zu tun, damit genau das nach dem  Pachtende (im November 2022) wieder geschieht.

Die Bauphase

Als im August 2012 der Kaufvertrag mit dem Ehepaar Koppenhöfer unterschrieben wurde, begann für Wegscheid wieder eine neue Epoche. Nachdem Koppenhöfers 1996 den Hof von der Stadt Aachen kaufen konnten, begannen sie mit viel Liebe und Akribie, den Hof zu einem praktischen und gemütlichen Ort zu machen.

Der ehemalige Stall wurde saniert und zum Wohnhaus umgebaut, die Scheune aus knietiefem Wasser gerettet, ein Laden gebaut. 2016 dann begann ich mit Hilfe eines engagierten Bauteams, das bisher vernachlässigte Nordhaus auf der linken Hofseite zu sanieren. Wohnungen wurden geplant, Vereinbarungen mit dem Denkmalschutz getroffen, und dann begann die eigentliche Umbauphase. 2016 wurde Richtfest gefeiert – und heute prunkt der Hof mit einem baubiologisch renovierten und sanierten „Haupthaus“. Dieses Haus ist nämlich das einzige, das mit seiner Fassade nach außen in Richtung der alten Vaalser Straße blickt. Warum dieses Haus bis heute nicht bewohnt ist? Siehe hier.

Die Bauphase, die eigentlich schon 2013 mit den ersten Planungen begann, gehört zu den anstrengensten und lehrreichsten Zeiten meines Lebens. Und sie ist – dank der sorgfältigen Auswahl der Firmen und PlanerInnen – fast ganz reibungslos verlaufen. Zu verdanken habe ich das unter anderem auch der hervorragenden Planung und Koordination durch den Architekten Robert Hermsen, und dem Baubüro Linie4 (Stephan Preikschat, Benedikt Neumann und Maria Traiforou). Zum Dankeschön an die anderen beteiligten Firmen geht es hier …

Gut Wegscheid – die Vision

Als ich im Herbst 2012 die Gelegenheit bekam, Gut Wegscheid für eine Solawi zur Verfügung zu stellen, habe ich das getan, um dem Hof eine auskömmliche, gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft zu ermöglichen. Wenn der aktuelle Pachtvertrag im November 2022 ausläuft, wird genau das an Gut Wegscheid wieder stattfinden. Die Solawi an Gut Wegscheid wird also fortgesetzt, nur mit anderer inhaltlicher Ausrichtung: konsequent gemeinschaftlich organisiert, die Befugnisse und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, mit einem Hof, der sowohl Begegnungs-, als auch Lern- und nicht zuletzt Wohnraum sein wird.

Alles andere wird so weiterlaufen wie bisher: frisches und leckeres Gemüse, konsequent biologisch angebaut, kleinbäuerliche Strukturen erhaltend und Boden und Landschaft durch kleinteilige Felderwirtschaft und den Anbau alter Sorten positiv gestaltend.

Dank an die Baufirmen

Für die hervorragende Arbeit im und am sog. Nordhaus auf Gut Wegscheid danke ich den folgenden Firmen sehr herzlich (in alphabetischer Reihenfolge  – wenn jemand fehlt oder sich falsch dargestellt wird, bitte melden).
Mein Dank gilt auch den beteiligten Behörden (es waren circa 10 verschiedene!), mit denen kooperative und einvernehmliche Lösungen immer möglich waren.

Diese Links erfolgen ohne Bezahlung.

Bartz (Schmiedearbeiten)
BauTeam West (Trockenbau)
Braun Abwassertechnik (Kanal-TV und -sanierung)
Capellmann (Gerüstbau)
Cotto Hof Hückelhoven (Bodenbeläge und Badfliesen)
Elektro Eckstein (Elektroarbeiten)
EnVis Monschau (Wandheizung und Solaranlage)
Georgiev, Lachezar (Lackierarbeiten)
Geotaix Würselen (Wasserprüfung)
Hermsen, Robert (Achitekt)
IFH (Gutachten Holzproben)
Integral Ingenieure (Energiekonzept)
Janssen, Helge (Brandschutz)
König, Bernfried (Baggerarbeiten)
Kräling, Georg/Helmstädter, Axel (Statik)
Kramm (hydrogeologische Gutachten)
Lens (Bedachung)
Lenzke, Hagen (Vermessung)
Linie4, Stephan Preikschat und Team (Architekten  und Bauleitung)
Mainka (Bauphysik)
Mustin (Horizontalsperre)
Püttner, Andreas (Rohbau)
Recker (Bodenarbeiten)
Ruthmann (Dachdämmung)
Sauer & Co. (Bedachung)
Schmitt, Reinhard (Versickerung)
Schmitz und Niewel (Estrich)
Schofer und Schmidt (Schreinerarbeiten)
Schulte und Gehrke (IT)
Starmanns Holzbau (Zimmerarbeiten und Dachbau)
TLA Lehmbau (Lehmputz)
Truschel, Ralf (Entrümpelung)
Wohlrab (SiGeKo)
Zipfel, Ute Herzogenrath (Kaminsanierung)

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