Wer einen Pachtvertrag schließt, also Land oder Gebäude zur Nutzung vermietet, sollte dies mit offenen Augen tun.

Leider waren meine Augen Anfang 2013 an manchen Stellen fest geschlossen.
Wenn eine Gebäude, ein Gelände, wie das von Gut Wegscheid, von mehreren Parteien genutzt wird, ist es für einen Pachtvertrag unabdingbar, dass beiden Parteien ein Wegerecht eingeräumt wird.

Dass dieses Wegerecht im Pachtvertrag von Gut Wegscheid nicht eingefügt wurde, fällt mir als Verpächterin nun auf die Füße, da sein Fehlen vom Pächter als Hebel eingesetzt wird.

Das hat zum Beispiel zur Folge, dass 240qm frisch sanierten, denkmalgeschützten Wohnraums an Wegscheid seit Januar 2018 leerstehen. Das hat auch zur Folge, dass ein Raum im Nordhaus, der eigentlich zur Nutzung durch die Solawi gedacht war (für Treffen der Kerngruppe, für Workshops, um mal gemeinsam einen Film zu schauen) nicht zu diesem Zweck genutzt werden kann. Das gipfelte kürzlich darin, dass einem Elektriker, der Arbeiten im Nordhaus zu erledigen hatte, ein Hausverbot erteilt wurde. Grund: er lief unangemeldet zu Fuß übers Grundstück, seinen Werkzeugkasten in der rechten Hand.

Klingt das unglaublich? Ja, für mich auch. Gottseidank bin ich mit viel Humor und einem langen Atem gesegnet … ; )