Von Anfang an war mir daran gelegen, die Solawi auf Wegscheid zu unterstützen – ideel, finanziell und über eigenes Engagement. Denn ich bin vom Konzept einer Solawi überzeugt. Ein sicheres Auskommen für die, die unsere Lebensmittel erzeugen – sich als Fachkundige/r und als Laie wieder mit den eigenen Lebensgrundlagen zu verbinden – gemeinschaftlich die Probleme anzugehen und zu lösen, die uns die industrielle Agrarwirtschaft bringt.

Und nicht zuletzt: zusammen etwas auf die Beine zu stellen, Gemeinschaft zu leben, Talente und Fähigkeiten aus schierer Freude in den Dienst von etwas Größerem zu stellen.

Die Solawi an Gut Wegscheid wird spätestens 2022 also fortgesetzt – mit anderen Akteuren und einer neuen inhaltlicher Ausrichtung: konsequent gemeinschaftlich organisiert, die Befugnisse und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt, mit einem Hof, der sowohl Begegnungs-, als auch Lern- und nicht zuletzt auch lebendiger Wohnraum sein wird. Intensive Gespräche und Vorbereitungen dazu sind schon im Gange.

Alles andere wird so weiterlaufen wie bisher: frisches und leckeres Gemüse, konsequent biologisch(-dynamisch) angebaut, kleinbäuerliche Strukturen erhaltend und Boden und Landschaft durch kleinteilige Felderwirtschaft und den Anbau alter Sorten pflegend.